Belegerteilungspflicht und Belegannahme – Strafen?

Gepostet Von am Jan 15, 2016 | Keine Kommentare

Seit 01. Jänner 2016 müssen Unternehmer für jede Barzahlung (Bankomat und Kreditkarten gelten ebenso als Barzahlung), die sie erhalten, einen Beleg ausstellen. Dieser muss ebenso an den Kunden aushändigt werden.

Was muss man als Unternehmer mit diesen Belegen machen?

Als Unternehmer sind Sie verpflichtet, die Belege elektronisch abzuspeichern beziehungsweise eine Durchschrift zu machen.

Was machen Sie als Kunde mit dem Beleg?

Als Kunde müssen Sie den Beleg entgegennehmen. Weiters sollten Sie diesen bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten mitnehmen. Dadurch soll der Finanzverwaltung eine Kontrolle ermöglicht werden.

Wenn Sie als Unternehmer keinen Beleg ausstellen, dann gibt es Konsequenzen!

Unterlassung dessen gilt als Finanzordnungswidrigkeit. Strafen bis zu 5.000 € können möglich sein.

Konsequenzen für den Kunden?

Als Kunde müssen Sie den Beleg, welchen Sie für Barzahlungen erhalten haben, auf jeden Fall entgegennehmen. Für die Nichtentgegennahme von Ihnen als Kunde sind keine finanzstrafrechtlichen Konsequenzen vorgesehen. Organe der Abgabenbehörde (unter dem geläufigeren Name „Finanzpolizei“ bekannt) können Sie kontrollieren.

Ein Beispiel:

Nach dem Kauf einer Wurstsemmel bei Ihrem Kreisler gehen Sie aus dem Geschäft.

Die Rechnung haben Sie noch bei sich.

Ein Beamter fragt Sie nach diesem Beleg. Hierbei sind Sie als Kunde auch zur Mitwirkung verpflichtet.

Falls Sie den Beleg schon im Geschäft nicht angenommen und gleich weggeworfen haben,  sollten Sie dies auch wahrheitsgemäß dem Kontrollorgan berichten.

ACHTUNG: Hierbei bitte den Beleg und das Wurstsemmelpapier in dafür vorgesehene Müllbehälter werfen. Wenn eines davon oder beides auf die Straße geworfen wird,  kommt das in Wien strenge Reinhaltegesetz zu tragen. Danach könnten Sie mit einer Organstrafe in Höhe von 36 € belegt werden. Bei schweren Verschmutzungen kann es auch Anzeigen mit Strafen bis zu 1.000 € kommen.

Quelle: In Kooperation mit Heller Consult

 

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